Entstehung der Zünfte Zürich

Der Zerfall der beiden Autoritäten, Kaiser und Papst, im 13. Jahrhundert machte den Weg frei für neue, materiell orientierte Berufe, Kaufleute und Handwerker. Sie scharten sich im Jahre 1336 um den bereits schon im Rate der Stadt Zürich sitzenden, gebürtigen Ritter Rudolf Brun. Dieser schuf eine neue Verfassung, die sogenannte Zunftverfassung.

Die zu jener Zeit bestehenden Zünfte werden heute als «historische» Zünfte bezeichnet. So auch die Zunft zum Wegggen.

Die Zunft zum Weggen
Die Geschichte der Zunft zum Weggen im alten Zürich ist geprägt vom immerwährenden Kampf um ein redliches Brotgewicht. Nach einem Erlass von 1429 mussten die Mitglieder zu diesem Punkt sogar einen Eid ablegen; «Und wer dawider tut, den wellend unser herren strofen». Dieser Eid war eine zürcherische Eigenart.

Auch heute gehören dem Weggen noch rund dreissig gelernte Bäcker und Müller an. Der Name «zum Weggen» geht auf das Hauszeichen am früheren Zunfthaus zurück.

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